Trauer und Abschied
Tod und Trauer
Als allererstes: Unser herzliches Beileid!
Der Verlust eines geliebten Menschen ist für die meisten Menschen ein schwerer Schicksalsschlag und hinterlässt bei denen, die zurückbleiben, eine große und extrem schmerzhafte Lücke.
Was uns dabei ein Stück weit trägt, ist unser christlicher Glaube. Gott schenkt uns das Leben, hält uns in seiner Hand, und wenn wir sterben, gehen wir wieder heim zu ihm in seine große Liebe. Wir sind davon überzeugt, dass er den Tod für uns überwunden hat – das tröstet.
Aber was natürlich dennoch bleibt, ist die Trauer derer, die zurückbleiben.
Ihre Trauer.
Und häufig auch die Hilflosigkeit, vor allem in den ersten Stunden und Tagen nach dem Tod:
Was ist jetzt zu tun?
Wen müssen wir kontaktieren?
Woran müssen wir alles denken?
Und wer hilft uns bei was?
Der Verlust eines geliebten Menschen ist für die meisten Menschen ein schwerer Schicksalsschlag und hinterlässt bei denen, die zurückbleiben, eine große und extrem schmerzhafte Lücke.
Was uns dabei ein Stück weit trägt, ist unser christlicher Glaube. Gott schenkt uns das Leben, hält uns in seiner Hand, und wenn wir sterben, gehen wir wieder heim zu ihm in seine große Liebe. Wir sind davon überzeugt, dass er den Tod für uns überwunden hat – das tröstet.
Aber was natürlich dennoch bleibt, ist die Trauer derer, die zurückbleiben.
Ihre Trauer.
Und häufig auch die Hilflosigkeit, vor allem in den ersten Stunden und Tagen nach dem Tod:
Was ist jetzt zu tun?
Wen müssen wir kontaktieren?
Woran müssen wir alles denken?
Und wer hilft uns bei was?
Wir nehmen Sie gerne an die Hand und geben Ihnen hier Informationen und Hilfestellungen – für all das Organisatorische am Anfang,
aber auch für die Begleitung in Ihrer Trauer.

Trauern ist die unmittelbare Antwort auf einen schmerzlichen Verlust und ein wichtiger, notwendiger und natürlicher Prozess,
um diesen Verlust zu verarbeiten und um zu lernen, mit der neuen Situation weiterzuleben. Ohne Trauer gibt es auch keine Heilung.
Dabei ist die Trauer etwas sehr Individuelles. Sie ist so einzigartig wie jeder Mensch selbst und verläuft bei jedem anders.
Sie unterscheidet sich in Länge, Art und Ausprägung.
Deshalb: Wenn Sie trauern, lassen Sie sich niemals vorschreiben,
Deshalb: Wenn Sie trauern, lassen Sie sich niemals vorschreiben,
wie Sie zu trauern haben. Ihr Trauerweg ist Ihr ureigener, persönlicher Weg, und nur Sie können wissen, wie er aussieht.
Wenn ein Mensch gestorben ist, gibt es sehr viel zu tun.
Es kann sein, dass Sie sich wundern, wie sehr Sie ganz am Anfang rational handeln können,
Es kann sein, dass Sie sich wundern, wie sehr Sie ganz am Anfang rational handeln können,
und vielleicht machen Sie sich deshalb ja sogar Vorwürfe oder haben Schuldgefühle?
Machen Sie sich keine Gedanken. Es ist ein gut eingerichteter Schutz der Natur,
Machen Sie sich keine Gedanken. Es ist ein gut eingerichteter Schutz der Natur,
der Sie „wie im Schock“ sein lässt und Sie davor bewahrt, den ganzen Schmerz des Todes auf einmal wahrzunehmen.
Die vielen Aktivitäten des Anfangs und die Geschäftigkeit helfen Ihnen dabei,
Die vielen Aktivitäten des Anfangs und die Geschäftigkeit helfen Ihnen dabei,
sich noch nicht mit der neuen Wirklichkeit auseinandersetzen zu müssen.
Was gibt es als allererstes zu tun?
Die ersten Schritte, nachdem ein Mensch verstorben ist, hängen davon ab,
wo der Todesfall eingetreten ist. Befand sich der/die Verstorbene im Krankenhaus oder in einem Pflege- oder Altersheim,
müssen Sie als erstes dem dortigen Pflegepersonal und den Ärzten Bescheid geben. Diese helfen Ihnen dann bei den ersten Schritten.
Ist Ihr*e Angehörige*r zu Hause verstorben, kontaktieren Sie als allererstes den Hausarzt. Laut Gesetz muss dieser den Totenschein ausstellen.
Ist Ihr*e Angehörige*r zu Hause verstorben, kontaktieren Sie als allererstes den Hausarzt. Laut Gesetz muss dieser den Totenschein ausstellen.
Überlegen Sie sich dann, wen aus Ihrem persönlichen Umfeld Sie benachrichtigen möchten.
Wer soll Ihnen zur Seite stehen? Sie brauchen jetzt jemanden an Ihrer Seite, dem Sie vertrauen.
Danach kontaktieren Sie ein Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens.
Dieses wird sich mit Ihnen zusammensetzen – entweder bei Ihnen zu Hause oder in den dortigen Geschäftsräumen,
je nachdem, was Ihnen lieber ist. Das Bestattungsunternehmen nimmt Sie an die Hand und kümmert sich um alles,
was nun kommt. Es kümmert sich um die Überführung, alle Formalitäten, die Trauerfeier und alles, was nun wichtig ist.
Es informiert auch die zuständige Pfarrperson, wenn Ihr*e Angehörige*r noch Mitglied der Kirche war.
Was in unserer Zeit kaum noch praktiziert wird, war früher gemeinhin üblich:
Die Aufbahrung (zu Hause), um in Ruhe Abschied nehmen zu können.
Heute ist die Situation häufig so, dass man von allen Seiten gedrängt wird, alle Entscheidungen schnell zu treffen.
Die Aufbahrung (zu Hause), um in Ruhe Abschied nehmen zu können.
Heute ist die Situation häufig so, dass man von allen Seiten gedrängt wird, alle Entscheidungen schnell zu treffen.
Kliniken und Pflegeheime benötigen die Betten und wollen den Sterbefall im Normalfall gut und schnell abwickeln.
Was viele dabei nicht wissen:
Sie haben ganze 48 Stunden Zeit, bevor Ihr*e Angehörige*r offiziell überführt werden muss!
Sie haben ganze 48 Stunden Zeit, bevor Ihr*e Angehörige*r offiziell überführt werden muss!
Zeit, die Sie sich in aller Ruhe nehmen können, auch gegen eventuell geäußerten Widerstand der Beteiligten.
Ist der Todesfall in Klinik oder Heim eingetreten, können Sie zwar nicht darauf bestehen,
den/die Verstorbene*n so lange dort zu belassen, sehr wohl aber darauf,
Ihre*n Angehörige*n zunächst nochmals aufzubahren.
Eine Möglichkeit, an die kaum noch gedacht wird, ist die Aufbahrung bei Ihnen zu Hause.
Das ist für viele Menschen heutzutage keine passende Lösung mehr,
da der Tod damit sehr dicht an Sie herantritt und natürlich die Grenzen zu Ihrem Zuhause überschreitet.
Als Alternative dazu haben heute auch viele Bestattungsunternehmen und Friedhöfe sogenannte Abschiedsräume.
Dort kann Ihr*e Angehörige*r ebenfalls aufgebahrt werden,
und Sie haben Zeit, sich in Ruhe zu verabschieden, ggf. auch in einem gekühlten Sarg.
Überlegen Sie einfach, welche Art des persönlichen Abschiednehmens zu Ihnen passt und was Sie möchten.
Bedenken Sie dabei, wie wichtig möglicherweise die Verabschiedung am offenen Sarg für Sie sein kann,
um das Unfassbare irgendwie zu „begreifen“.
Besprechen Sie das dann in Ruhe mit Ihrem Bestattungsunternehmen. Er wird versuchen, alles möglich zu machen,
was Ihnen wichtig ist, hat alle nötigen Informationen und kennt sich sehr gut aus.
Die Todesanzeige in der lokalen Presse hat mehrere Funktionen.
Zum einen erfolgt durch sie natürlich die schlichte Bekanntmachung des Todesfalles und ggf. die Bekanntgabe der Beisetzungsdetails.
Deshalb ist die Todesanzeige nach dem Kontakt mit dem Bestattungsunternehmen auch das erste,
Zum einen erfolgt durch sie natürlich die schlichte Bekanntmachung des Todesfalles und ggf. die Bekanntgabe der Beisetzungsdetails.
Deshalb ist die Todesanzeige nach dem Kontakt mit dem Bestattungsunternehmen auch das erste,
womit Sie beginnen sollten, damit sie noch rechtzeitig vor der Beisetzungszeremonie veröffentlicht werden kann.
Zum anderen versucht man aber meistens auch, durch die Wahl der richtigen Worte,
Motive und Bilder die Persönlichkeit des/der Verstorbenen oder die eigenen Gefühle in der Anzeige widerzuspiegeln.
So wird die Todesanzeige auch zu einem wichtigen Teil Ihres Abschiednehmens und zu einem Andenken.
Lassen Sie sich also Zeit für die Gestaltung der Anzeige. Vielleicht gibt es ja ein Zitat, einen Bibelvers oder einen Spruch, der Ihrer/Ihrem Angehörigen wichtig war? Vielleicht drückt ja der Tauf-, Konfirmations- oder auch Trauspruch aus, was Ihnen wichtig ist?
Lassen Sie sich also Zeit für die Gestaltung der Anzeige. Vielleicht gibt es ja ein Zitat, einen Bibelvers oder einen Spruch, der Ihrer/Ihrem Angehörigen wichtig war? Vielleicht drückt ja der Tauf-, Konfirmations- oder auch Trauspruch aus, was Ihnen wichtig ist?
Vielleicht gibt es einen bedeutsamen Liedtext?
Hier gibt es keine Vorgaben und Regeln und Sie sind ganz frei.
Es kann aber auch sein, dass Ihnen dieses Thema im Moment zu schwer ist und Sie die Entscheidung nicht treffen können.
In diesem Fall kann Ihnen normalerweise auch die Zeitungsredaktion weiterhelfen, indem sie Gestaltungsvorschläge für Sie bereit hält.
Bedenken sollten Sie noch die Größe der Anzeige, da sich diese natürlich auf den Preis auswirkt.
Bedenken sollten Sie noch die Größe der Anzeige, da sich diese natürlich auf den Preis auswirkt.
Blumen spielen eine wichtige Rolle bei der Beisetzung, sie sind ein Ausdruck Ihrer Trauer und ein Zeichen des Gedenkens.
Folgende Fragen sollten Sie sich überlegen:
- Welche Blumen möchte ich?
Bei dieser Frage geht es nicht darum, welche Blumen man „üblicherweise“ nimmt, sondern darum,
welche am besten zu Ihrem/Ihrer Angehörigen passen. Fragen Sie sich: Was würde ihm/ihr gefallen?
- Großer Kranz, kleiner Kranz, Schale, Zweige oder Schnittblumen?
- Großer Kranz, kleiner Kranz, Schale, Zweige oder Schnittblumen?
Hier entscheidet häufig die Art und Weise der Bestattung über die Frage des Blumenschmuckes.
Nicht alles passt zu allem, und bei manchen Bestattungsformen möchten Sie vielleicht auch gar keine Blumen?
Auch das ist natürlich möglich.
Meistens gibt es weit mehr Optionen, als man zunächst denkt.
Nehmen Sie hier Kontakt zu einem Floristen auf, dessen Stil Ihnen gefällt.
Nehmen Sie hier Kontakt zu einem Floristen auf, dessen Stil Ihnen gefällt.
Er/Sie wird Sie gut und ausführlich beraten und auf Ihre persönlichen Wünsche eingehen.
Vielleicht hat Ihr*e Verstorbene*r sich ja bereits mit der Frage beschäftigt,
wie er/sie bestattet werden möchte und eine Entscheidung für sich getroffen?
Im besten Fall haben Sie sich vielleicht sogar gemeinsam darüber unterhalten.
Falls nicht, ist diese Entscheidung eine der ersten, die Sie treffen müssen.
Hier ein paar Infos dazu:
Bislang war die häufigste Bestattung die sog. Erdbestattung, bei der der/die Verstorbene im Sarg beerdigt wird.
Zunehmend ist jedoch die sog. Urnenbestattung mit der Asche die am häufigsten gewählte.
Sie unterscheidet sich neben der Bestattungsart auch im Preis, und später auch in der Grabpflege.
Urnen können auch auf See oder anonym bestattet werden. Immer beliebter werden auch die Bestattungen im Friedwald,
Urnen können auch auf See oder anonym bestattet werden. Immer beliebter werden auch die Bestattungen im Friedwald,
bei der die Asche in kompostierbaren Urnen am Fuße eines Baumes beerdigt werden. Hier entfällt die spätere Grabpflege komplett.
Darüber hinaus gibt es viele Variationsmöglichkeiten, über die Ihr Bestattungsunternehmen bestens Bescheid weiß.
Darüber hinaus gibt es viele Variationsmöglichkeiten, über die Ihr Bestattungsunternehmen bestens Bescheid weiß.
Lassen Sie sich hier gut und ausführlich beraten, und entscheiden Sie im Hinblick auf den/die Verstorbene*n, aber auch im Hinblick auf Ihre eigenen Bedürfnisse. („Kann ich mich um die Grabpflege kümmern?“ „Brauche ich einen Ort, an den ich gehen kann?“ etc.)
Im Normalfall ist dies nicht möglich,
denn der Austritt war ja eine bewusste Entscheidung und eine Trennung von der kirchlichen Gemeinschaft.
Ausnahme: Sollte jemand eigentlich noch einen Kircheneintritt vorgehabt haben,
Ausnahme: Sollte jemand eigentlich noch einen Kircheneintritt vorgehabt haben,
zu dem es jedoch am Ende nicht mehr kam, liegt dies im Ermessen der zuständigen Pfarrperson.
Angehörige jedoch, die Trost und Begleitung suchen, dürfen sich natürlich jederzeit an ihre*n Pfarrer*in wenden.
Angehörige jedoch, die Trost und Begleitung suchen, dürfen sich natürlich jederzeit an ihre*n Pfarrer*in wenden.
Sollte es an Ihrem Ort mehrere Friedhöfe geben und sollten Sie eine normale Erd- oder Urnenbestattung wählen,
hängt diese Frage im Normalfall von den örtlichen Friedhofsordnungen ab. Informationen dazu gibt es in Ihrem Rathaus,
aber auch hier ist das Bestattungsunternehmen Ihr richtiger Ansprechpartner, denn dort weiß man über alle örtlichen Vorgaben Bescheid.
Bei Sonderwünschen wie Friedwald, Seebestattungen und anderen Bestattungsformen, die an Ihrem örtlichen Friedhof nicht möglich sind,
Bei Sonderwünschen wie Friedwald, Seebestattungen und anderen Bestattungsformen, die an Ihrem örtlichen Friedhof nicht möglich sind,
ist die freie Wahl selbstverständlich gar kein Problem.
Wenn Ihr*e Angehörig*e noch Kirchenmitglied war, wird das Bestattungsunternehmen in Absprache mit Ihnen
auch die zuständige Pfarrperson über den Todesfall verständigen. Diese wird sich dann bei Ihnen melden
und einen Termin für ein Gespräch mit Ihnen vereinbaren.
Ob das im Pfarramt oder bei Ihnen zu Hause stattfindet, das entscheiden Sie!
In diesem Gespräch wird es um folgende Inhalte gehen:
In diesem Gespräch wird es um folgende Inhalte gehen:
1. Es ist dann Zeit, von Ihrem/Ihrer Angehörigen zu erzählen und über alles zu reden, was Sie bewegt.
Die Pfarrperson wird Fragen zum Leben des/der Verstorbenen stellen und Sie ermutigen, sich zu erinnern.
Aus allem, was Sie erzählen, wird der/die Pfarrer*in bei der Trauerfeier dann den Lebenslauf Ihres/Ihrer Angehörigen
erstellen und diesen einbauen. Wenn jedoch etwas von dem, was Sie erzählen,
nicht in die Trauerfeier mit eingebunden werden soll, so äußern Sie das natürlich.
Ihr*e Pfarrer*in ist mit dem Seelsorgegeheimnis verbunden und steht unter Schweigepflicht.
2. Sprechen Sie über Ihre Gefühle und die Umstände des Todes. Ihnen selber hilft das bei der Verarbeitung,
und dem/der Pfarrer*in hilft es, ein besseres Verständnis für Ihre Situation zu bekommen.
So kann er/sie Sie besser in Ihrer Trauer begleiten und Ihnen zur Seite stehen.
3. Im Gespräch mit der Pfarrperson geht es auch um die Gestaltung der Trauerfeier. Gab es Wünsche des/der Verstorbenen?
Welche Wünsche haben Sie selbst? Welche Lieder sollen gesungen werden – oder soll überhaupt gesungen werden?
Soll es andere Musik geben? Gibt es gewünschte Beteiligungen von Ihnen, Ihrer Familie oder aus dem Freundeskreis?
All diese Fragen finden hier ihren Platz.
All diese Fragen finden hier ihren Platz.
Zur Vorbereitung dieses Gespräches ist es hilfreich, sich im Vorfeld Notizen zu machen. Nehmen Sie sich ein Stück Papier,
und wann immer Ihnen eine Frage oder Unsicherheit einfällt, schreiben Sie sie dort nieder. Sie sind in einer Ausnahmesituation,
und weder Ihr Gedächtnis noch Ihre Konzentration ist im Moment in der Lage, so zu funktionieren wie sonst üblich.
Für viele ist die Trauerfeier der zentrale Kern in der Abschiedszeremonie.
Unterschätzen Sie auf keinen Fall, wie anstrengend dieser Tag für Sie werden wird.
Der endgültige Abschied wird hier nochmals deutlich vor Augen geführt,
Unterschätzen Sie auf keinen Fall, wie anstrengend dieser Tag für Sie werden wird.
Der endgültige Abschied wird hier nochmals deutlich vor Augen geführt,
vielleicht sehen Sie viele Menschen, die Ihnen ihr Beileid aussprechen möchten,
manche davon haben Sie vielleicht schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Das alles kostet Kraft.
Sorgen Sie an diesem Tag gut für sich.
Und sorgen Sie dafür, dass jemand an Ihrer Seite ist, auf den Sie sich voll und ganz verlassen können.
Das alles kostet Kraft.
Sorgen Sie an diesem Tag gut für sich.
Und sorgen Sie dafür, dass jemand an Ihrer Seite ist, auf den Sie sich voll und ganz verlassen können.
Überlegen Sie sich im Vorfeld auch, wie Sie zu persönlichen Beileidsbekundungen stehen.
Hilft es Ihnen zu sehen und zu hören, wie viele Menschen mit Ihnen um Ihre*n Angehörige*n trauern?
Oder kostet Sie das zu viel Kraft?
Sie haben das Recht, das entweder zuzulassen oder auch auszuklammern.
Wenn Sie dies im Vorfeld mit der Pfarrperson besprechen, wird er/sie das an der Trauerfeier entsprechend bekanntgeben.
Sie haben das Recht, das entweder zuzulassen oder auch auszuklammern.
Wenn Sie dies im Vorfeld mit der Pfarrperson besprechen, wird er/sie das an der Trauerfeier entsprechend bekanntgeben.
Für die einen ist das anschließende Beisammensein von Familie, Freunden und Trauernden Stütze und Trost,
weil man gemeinsam trauert, sich aber auch gemeinsam erinnert. Andere wiederum können sich das überhaupt nicht vorstellen,
weil sie die Geselligkeit in ihrer Trauer nicht aushalten.
Auch hier ist es wichtig, dass Sie sich im Vorfeld gut überlegen, was für Sie und Ihre Familie passend ist.
Sollten Sie einen Leichenschmaus durchführen wollen, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie jemanden haben,
der Ihnen alles Organisatorische an diesem Tag abnimmt. Der Tag war bislang anstrengend genug - Sie sind weder in der Verfassung noch haben ausreichend Kraft,
um sich um alle Gäste, um das Kaffeekochen, Geschirrspülen und andere Aufgaben und Fragen kümmern zu können.
Überlegen Sie auch, wen Sie alles dabei haben möchten?
Nur die enge Familie? Auch Freunde und nahestehende Menschen?
Dann sollten Sie diejenigen im Vorfeld informieren und einladen.
Oder möchten Sie alle einladen, die auf der Trauerfeier waren?
Dann können Sie im Vorfeld den/die Pfarrer*in bitten, am Ende der Trauerfeier offiziell dazu einzuladen.
Häufig ist es so, dass die Geschäftigkeit der ersten Tage hilft, den großen Verlust nur bruchstückhaft wahrzunehmen.
Wenn die Trauerfeier und alle Formalitäten erledigt sind, wird es plötzlich leise. Es gibt nur noch wenig Dinge,
die zeitkritisch zu erledigen sind, und die Menschen in Ihrem Umfeld kehren sich wieder ihrem eigenen Alltag zu.
Häufig sind diese auch einfach unsicher, wie sie sich Ihnen gegenüber verhalten sollen,
und vermeiden deshalb den Kontakt zu Ihnen.
Das alles bewirkt manchmal, dass es sich anfühlt, als würde man in ein großes Loch fallen.
Sorgen Sie hier gut für sich und scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu holen, wenn Sie können.
Hilfe zu suchen und anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche,
sondern ein Akt des Mutes und der inneren Stärke.
In den meisten Kirchengemeinden ist es üblich, am Sonntag nach der Trauerfeier ein sogenanntes „Totengedenken“ abzuhalten.
Ihr*e Pfarrer*in wird Sie herzlich dazu einladen. In diesem Gottesdienst wird nochmals der Name Ihres/Ihrer Angehörigen vorgelesen,
man erinnert sich an die Trauerfeier, und sowohl der/die Verstorbene als auch Sie und Ihre Familie als Hinterbliebene werden in die Fürbitten mit eingebunden. Außerdem wird in vielen Gemeinden eine Kerze entzündet, die Sie nach dem Gottesdienst mit nach Hause nehmen können, die Orgel spielt und es gibt einen Gedenkmoment.
Nehmen Sie dieses Angebot wahr. Es zeigt Ihnen einmal mehr, dass Ihr*e Verstorbene*r ein Teil der Kirchengemeinde war,
Nehmen Sie dieses Angebot wahr. Es zeigt Ihnen einmal mehr, dass Ihr*e Verstorbene*r ein Teil der Kirchengemeinde war,
Mitglied einer Gemeinschaft, und dass es viele Menschen gibt, die mit Ihnen traurig sind.
Desweiteren ist es üblich, am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres (das ist der letzte Sonntag vor dem 1. Advent) nochmals aller Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres zu gedenken. Im Normalfall werden Sie hierzu schriftlich eingeladen.
Auch dies ist ein Moment des gemeinsamen Erinnerns und wird Ihnen hoffentlich gut tun. Lassen Sie sich also auch hierzu herzlich einladen.
Darüber hinaus ist Ihr*e Pfarrer*in natürlich auch sonst gerne für Sie da und hilft Ihnen, den schweren Weg zu gehen.
Wenden Sie sich einfach vertrauensvoll an ihn/sie oder bitten Sie jemanden, den Kontakt herzustellen.
Offene Trauergruppe und Einzelbegleitungen
Um Sie in Ihrer Trauer gut begleiten zu können, gibt es in Kraichtal folgende Angebote:
